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Dr. Andreas Berger
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Weitere Informationen, Bilder und Video-Porträts über die aktuellen und künftigen Preisträger:

www.humboldt-professur.de

More information about B. Andrei Bernevig

Humboldt-Professur 2018

Humboldt-Professur für B. Andrei Bernevig

Renommierter Physiker Prof. Dr. Bogdan Andrei Bernevig soll von der Princeton University nach Deutschland wechseln

October 26, 2017

Die Freie Universität Berlin und das Max-Planck-Institut (MPI) für Mikrostrukturphysik in Halle haben den in den USA forschenden Physiker Prof. Dr. Bogdan Andrei Bernevig für eine renommierte „Alexander von Humboldt-Professur – Internationaler Preis für Forschung in Deutschland“ nominiert. Der Vorschlag zählt zu den fünf von elf erfolgreichen Anträgen bundesweit, wie die Alexander von Humboldt-Stiftung am Donnerstag nach einer Entscheidung ihres Auswahl-Ausschusses in Bonn mitteilte. Der 1978 in Rumänien geborene Wissenschaftler lehrt zurzeit an der Princeton University in den USA. Er kombiniert bei seinen Arbeiten auf innovative Weise Forschungen zu fundamentalen Aspekten der Festkörperphysik und Fragen aus den Materialwissenschaften. Durch eine gemeinsame Berufung der Freien Universität und des MPI soll er seine weitgefächerten Aktivitäten in diesen Forschungsfeldern verbinden.

 

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Peter-André Alt, sieht in der Entscheidung einen großen Erfolg für die Hochschule und das MPI und dankte der Humboldt-Stiftung. „Bogdan Andrei Bernevig ist einer der profiliertesten theoretischen Physiker seiner Generation“, betonte Alt. Seine Berufung eröffne den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der beiden Institutionen enorme und vielfältige Chancen der Zusammenarbeit.

Das beantragte und nun bewilligte Preisgeld in Höhe von 3,5 Millionen Euro ist für die ersten fünf Jahre von Bernevigs Forschungsarbeit in Deutschland bestimmt. Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Die neuen Preisträgerinnen und Preisträger treten nun in Verhandlungen mit den Universitäten und Institutionen, die sie für den Preis vorgeschlagen haben. Nehmen die Nominierten die Humboldt-Professur an, wird ihnen der Preis im Mai 2018 verliehen.

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Prof. Dr. Bogdan Andrei Bernevig ist Professor für Physik an der Princeton University in den USA. Nach dem Studium wurde er an der Stanford University, USA promoviert und wechselte von dort als Postdoktorand zunächst in das Princeton Center for Theoretical Physics der Princeton University, wo er dann verschiedene Professuren innehatte. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen für junge Forscher ausgezeichnet, unter anderem mit dem Sackler-Preis 2014, dem New Horizons Prize 2016 und dem Guggenheim Stipendium 2017.

Wie verhalten sich die unzähligen Elektronen, die in einem Material vorhanden sind? Welche Wechselwirkungen gibt es, wie organisieren die Elektronen sich in einem Stoff und was bedeutet das für den Aggregatzustand eines bestimmten Materials? Andrei Bernevig untersucht und berechnet, wie sich Materialen nicht nur in den klassischen Aggregatzuständen verhalten, sondern auch wie sie beispielsweise supraleitend werden. Die theoretischen Vorhersagen werden mit experimentellen Ergebnissen verbunden. Besonders bekannt ist Bernevig für seine Arbeit zu topologischen Isolatoren. Diese Materialien wirken nur in ihrem Inneren isolierend, leiten aber auf ihrer Oberfläche die Elektrizität. Seine materialwissenschaftlichen Aktivitäten sollen am MPI in Halle angesiedelt werden, während er an der Freien Universität Berlin das Dahlem Center for Complex Quantum Systems verstärken soll.

Die Humboldt-Professur soll deutschen Hochschulen die Chance eröffnen, Spitzenkräften international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten und ihr eigenes Profil im weltweiten Wettbewerb zu schärfen. Der Preis verpflichtet, den neuen Humboldt-Professoren eine langfristige Perspektive für ihre Forschungen in Deutschland zu bieten. Die Stiftung bietet zahlreiche Förderprogramme für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 28.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 55 Nobelpreisträger.

 
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