Übergabe der Geschäftsführenden Leitung an Xinliang Feng
Stuart Parkin übergibt die Leitung des Instituts nach insgesamt neun Jahren als geschäftsführender Direktor; im Zuge dessen treten am selben Tag weitere Personalentscheidungen in Kraft.
Auf den Punkt gebracht:
- Mit Wirkung zum 1. Juli 2026 geht die Geschäftsführung des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik von Prof. Dr. Stuart Parkin auf Prof. Dr. Xinliang Feng über.
- Jahre des Fortschritts: Während seiner Amtszeit trieb Parkin das Institut mit Weitblick voran und erreichte wichtige Meilensteine; er bleibt weiterhin Direktor der Abteilung NISE.
- Neue Ernennungen: Kathleen Arendt (Leiterin der Verwaltung) und Dirk Sander (Forschungskoordination) treten ihre Ämter ebenfalls am 1. Juli 2026 an.
Ein neues Kapitel in der Institutsleitung
Mit Wirkung zum 1. Juli 2026 erhält das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle eine neue Leitung. Die Rolle des geschäftsführenden Direktors wird von Stuart Parkin, der das Institut in den vergangenen Jahren geleitet hat, an Xinliang Feng, Direktor der Abteilung für synthetische Materialien und funktionelle Bauelemente (SMFD), übergeben. Die Amtsübergabe fällt mit weiteren personellen Veränderungen am Institut zusammen, die zum gleichen Zeitpunkt in Kraft treten: Kathleen Arendt übernimmt die Rolle als Verwaltungsleiterin von Andreas Berger, der in den Ruhestand tritt, und Dirk Sander übernimmt zusätzlich die Funktion des Forschungskoordinators.
Während seiner Amtszeit als geschäftsführender Direktor leistete Parkin bedeutende Beiträge, trieb das Institut mit Weitblick voran und erreichte wichtige Meilensteine. Er bleibt weiterhin Direktor der Abteilung für Nanosysteme aus Ionen, Spins und Elektronen (NISE). Parkin, der von IBM Research Almaden zum Institut kam, ist ein Pionier und weltbekannter, vielfach ausgezeichneter Wissenschaftler auf dem Gebiet der spintronischen Materialien und Bauelemente, die einen Großteil der heutigen „Big-Data“-Infrastruktur untermauern. Parkins Arbeit revolutionierte das Design von Festplatten: Seine Innovationen im Bereich der Spintronik erhöhten die Datendichte um das Tausendfache und ermöglichten so die riesigen Cloud-Speichersysteme, die die Grundlage der heutigen digitalen Welt bilden.
Chemie als Wegbereiter neuer Funktionalitäten
Xinliang Feng trat im März 2021 vom Technischen Universität Dresden in das Institut ein, wo er weiterhin den Lehrstuhl für Molekulare Funktionsmaterialien innehat. Seine Abteilung entwickelt Synthesewege zu neuartigen niedrigdimensionalen Materialien: 2D-Polymere, kovalente organische Gerüste, Graphen-Nanobänder und verwandte Kohlenstoff-Nanostrukturen, die für Anwendungen in der Elektronik, Optoelektronik sowie der Energiespeicherung und -umwandlung bestimmt sind.
Feng hat über 910 Forschungsartikel veröffentlicht und hält mehr als 80 Patente; zudem wurde er von Clarivate als „Highly Cited Researcher“ ausgezeichnet. Seine Arbeit wurde mit einer Reihe hochrangiger Auszeichnungen gewürdigt. Im Jahr 2024 erhielt er einen ERC-Synergy-Grant für das Projekt „2DPolyMembrane“, eines der wettbewerbsintensivsten Förderinstrumente des Europäischen Forschungsrats, wodurch die Forschung an zweidimensionalen Polymermembranen unterstützt wird.
Institut empfing den Bundeskanzler
Der Führungswechsel folgt zudem auf einen bemerkenswerten Moment in der Öffentlichkeitsarbeit des Instituts: den Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz im November 2025. Friedrich Merz besuchte das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle im Rahmen seines Antrittsbesuchs bei Reiner Haseloff, dem damaligen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt. Ein wichtiger Meilenstein, den Dirk Sander erfolgreich organisiert hat.
Über das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik
Das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle (Saale) forscht an neuartigen nanostrukturierten Materialien aus anorganischen und organischen Stoffen mit nützlichen Funktionalitäten. Der Forschungsschwerpunkt des Instituts liegt auf Spintronik, Nanophotonik sowie topologischen und synthetischen Materialien mit potenziellem Einfluss auf Daten-zentrierte und Energie-relevante Technologien. Das 1992 gegründete Institut ist eines von mehr als 80 Instituten der Max-Planck-Gesellschaft.












